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Jung hilft jung

Jung hilft jung

Ehrenamt: Der 22-jährige Daniel Davis bringt Familie, Studium, Job und die Arbeit bei der Afka-Jugend unter einen Hut

Er ist Vater, Ehemann, Student und engagiert sich in seiner Freizeit ehrenamtlich: Daniel Davis, Sprecher der afka-jugend, kann nicht über Langeweile klagen. Foto: Harald Schreiber

Windeln wechseln statt Kneipentouren, Vereinsarbeit statt durchzechter Nächte - ein typischer Student ist Daniel Davis nicht. Seit November 2008 ist der 22-Jährige verheiratet, Sohn Elai ist fast zwei Jahre alt. Familie, Uni, Nebenjob - da bleibt kaum Zeit für Freunde und Hobbys. Zweimal wöchentlich geht er zum Basketballtraining.
Sein Engagement für den Afrika-Freundeskreis Aschaffenburg (Afka) füllt die letzten Lücken im Stundenplan des Aschaffenburgers.
Der Sprecher der Afka-Jugend ist »seit der ersten Stunde dabei«. Er kümmert sich seit der Vereinsgründung im März 2009 um Öffentlichkeitsarbeit, koordiniert zwischen Erwachsenenverein und Stadtjugendring, betreut sportliche und kulturelle Projekte: Ob Basketballturnier, Podiumsdiskussion beim Afrika-Karibik-Festival oder die erste Aschaffenburger Fußball-WM beim Fest Brüderschaft der Völker - es gibt immer was zu tun. »Der Wert außerschulischer Bildung in Jugendverbänden ist nicht zu unterschätzen«, sagt der Lehramtsstudent.
»Ende des Jahres werden wir uns an einem interkulturellen Kochbuch beteiligen«, berichtet Davis von einem Projekt des Stadtjugendrings, zu dem seit April dieses Jahres auch die Afka-Jugend gehört. Albanisch, türkisch oder zyprisch - Migrantenvereine kochen ein landestypisches Gericht, gemeinsam mit einem Fußballverein oder einer Schulklasse. So sollen Länder und Verein vorgestellt werden.

Das Motto der Afka-Jugend: »Jung hilft jung - gemeinsam stark«. Die Unterstützung eines Mittzwanzigers nehmen Jugendliche wohl eher an »als Hilfe von oben«, vermutet Davis. Deshalb plane die Afka-Jugend das Projekt »Stärken vor Ort« - eine Schulung für junge Menschen, die sich in Vereinen stark machen.
Daniel Davis engagiert sich ehrenamtlich, weil er Lösungen für gesellschaftliche Probleme finden will, von denen seiner Meinung nach auch Jugendliche mit Migrationshintergrund betroffen sind: Orientierungslosigkeit, Leistungsdruck, erhöhte Gewaltbereitschaft. »Gemeinsame Aktivitäten helfen Jugendlichen, sich besser in der Gesellschaft zurechtzufinden«, ist er überzeugt. Dafür opfert der 22-Jährige seine Zeit gerne.

(nico) Quelle: Mainecho 19.08.2010
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